
…dieser Gedanke und/oder ein ungutes Gefühl weisen Dich darauf hin, dass Dir etwas aufgefallen ist, was Dich beunruhigt.
Vielleicht hast Du selbst bemerkt, dass die natürlichen Bedürfnisse eines Kindes nach Ernährung, Pflege und Schutz oder körperlicher Unversehrtheit von seinem familiären Umfeld missachtet werden. Vielleicht wurdest Du angesprochen von einem Kind aus Deiner Gruppe oder deren Eltern oder von anderen TeilnehmerInnen. Vielleicht vermutest Du, dass ein Kind unter Vernachlässigung, Misshandlung und/oder sexueller Gewalt leidet.
Dein Eindruck ist wichtig! Denn wenn sich Deine Vermutung bestätigt, dann ist das Wohl des Kindes in Gefahr.
Wichtig – Bewahre Ruhe! Überstürze nichts!
Voreilige Handlungsschritte können die Situation nur verschlimmern.
Sei vorsichtig mit vorschnellen Anschuldigungen!
Vermeide Gerüchte und behandle die Situation vertraulich. Konfrontiere auf keinen Fall den vermeintlichen Täter/die vermeintliche Täterin mit dem Verdacht! Darauf könnte er/sie verstärkt Druck auf das Kind ausüben.
Sei offen gegenüber dem Kind
Stelle sicher, dass Du das Kind wie die anderen Kinder behandelst. Vermittle ihm gleichzeitig, dass es sich Dir anvertrauen kann – ohne es zu bedrängen (z.B. „man darf bedrückende Geheimnisse erzählen“). Wenn sich Dir ein Kind anvertraut, dann glaube ihm. Nimm es ernst, und höre ihm zu, gebe aber keine Versprechen, die Du nicht halten kannst (z.B. „ich erzähle niemandem davon“).
Es kann hilfreich sein, wenn Du Deine Beobachtungen und die Aussagen des Kindes schriftlich festhältst. Besprich Dein weiteres Vorgehen mit dem betroffenen Kind!
Informiere die Leitung
Informiere die Stammesführung über Deine Beobachtungen. Die Stammesführung ist verpflichtet, den Landesvorstand (vorstand@bdp-sh-hh.de 04102/1722) zu informieren. Hier kannst Du Unterstützung erhalten und wir sprechen gemeinsam das weitere Vorgehen ab.
Wenn Du aus irgendwelchen Gründen nicht mit der Stammesführung sprechen kannst oder möchtest, kannst Du Dich auch an jemanden aus der Landesleitung (name@bdp-sh-hh.de) wenden, dem Du vertraust.
Achte auf Dich selbst
Setze Dich mit Deinen eigenen Gefühlen und Ängsten auseinander. Deine Möglichkeiten und Deine Verantwortung haben Grenzen. Solche Fälle und Situationen sollte niemand alleine lösen! Tausche Dich mit anderen Gruppenleitungen, denen Du vertraust über Deine Informationen, Beobachtungen und Wahrnehmungen aus.
Du hast einen Verdacht gegenüber der Stammesführung geäußert.
Die Stammesführung sollte auf jeden Fall eine Vertrauensperson des Landesverbandes informieren.
In diesem Moment hast Du die Verantwortung für den Fall abgegeben. Die Vertrauensperson des Landesverbandes übernimmt alle weiteren Schritte, Du wirst aber selbstverständlich über alles informiert.
Die Vertrauensperson aus dem Landesverband meldet sich bei Dir.
Du erhältst eine erste Beratung, das weitere Vorgehen wird abgesprochen.
Du triffst Dich mit der Vertrauensperson und besprichst den Fall gemeinsam.
Sollte sich der Verdacht erhärten, zieht die Vertrauensperson eine erfahrene Fachkraft von einer Beratungsstelle hinzu.
Bis zu diesem Zeitpunkt werden keine sonstigen Personen über den Fall informiert! Du brauchst Dir also keine Sorgen machen, dass die Polizei informiert wird oder das Kind unberechtigt aus der Familie genommen wird.
Stellt die Fachkraft oder die Beratungsstelle Anhaltspunkte für eine Gefährdung fest, werden gegebenenfalls die Sorgeberechtigten oder das Jugendamt informiert.
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Oliver Gallina Bildungsreferent 04102/1722
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Imke Schaffitzel (Imme) Stellv. Landesvorsitzende
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Oliver Fina (Kaktus) Ansprechpartner des AK intakt
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Monika Glados Bundesreferentin AK intakt 05673-99584-18 |
| Anhang | Größe |
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| Verhalten bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung - neu 2011.pdf | 397.49 KB |